Launischer Gegner

Am Samstag geht für die Männermannschaft das letzte von fünf Heimspielen in Folge über die Bühne. Dazu gastiert um 18 Uhr in der Sporthalle im Schulzentrum die HG Zirndorf.

Fast selbstverständlich vor jedem Saisonstart werden die Bibertstädter als eines der Topteams eingestuft, aber irgendwie läuft es für sie diesmal nicht so, wie sie es sich vielleicht vorgestellt haben und der derzeitige 8. Tabellenplatz kann bestimmt nicht der Anspruch sein.

Zirndorf zeigte sich bisher auch sehr launisch und startete mit vier Niederlagen, wobei die letzte davon gegen den TV Bad Windsheim am 23. Oktober vergangenen Jahres auf eigenen Parkett hingenommen werden musste. An diesem 4. Spieltag zeigten sich die Sechziger endlich wieder von ihrer guten Seite, lagen beim Gang in die Kabinen schon mit 16:8 in Front um verdient mit 24:20 beide Punkte zu entführen. Besonders der Abwehrverband verdiente sich dazu Bestnoten, allerdings gönnte sich das Team im zweiten Abschnitt vorne eine unerklärliche Auszeit und blieb fast Minuten ohne Torerfolg, was zur Folge hatte, dass ein zwischenzeitlicher 20:10 Vorsprung auf 20:17 schrumpfte.

Danach dann die erfolgreichste Zirndorfer Phase, als bei den nächsten sieben Auftritten fünf Siege gelangen, daran schlossen sich aber wieder zwei negative Ergebnisse an. Am vergangenen Wochenende stand das Heimspiel gegen den TSV Stein auf dem Programm, diese Partie wurde aus welchen Gründen auch immer, verlegt. Dabei war gegen das Schlusslicht bestimmt ein Sieg eingeplant, um sich von den prekären Tabellenrängen etwas Luft zu verschaffen. Allerdings hätte in manchen Köpfen sicherlich noch die Schmach des schlechten Vorrundenauftrittes herumgegeistert, als in Stein mit 29:26 verloren wurde, womit der TSV Stein damit seinen einzigen Saisonsieg feierte.

Obwohl die Sechziger als Aufsteiger mit ihrem 4. Tabellenplatz weiterhin sehr gut dastehen, sollte die doch schlechte Tabellensituation der Gäste nicht zu Übermut und Leichtsinn verführen. Ganz fatal wäre es, Zirndorf zu unterschätzen, denn dieser momentane Platzierung  spiegelt ganz gewiss nicht das wahre Leistungspotential wieder. Das Prunkstück bei der HG ist und bleibt die Defensive, die eigentlich immer sehr stabil steht. Der Knackpunkt und bestimmt verantwortlich für die bisher acht Saisonniederlagen ist ein doch recht schwaches Offensivverhalten

Doch auf diese schlechten Tugenden dürfen sich die Gastgeber alleine nicht versteifen und müssen vom Anpfiff an voll auf der Hut sein. Und manche TV-Akteure werden sich ungern an die letzten HG-Gastspiele in der Kurstadt zurückerinnern, die beide verloren gingen. Knapp mit 25:26 im Februar 2014, deutlicher mit 19:26 eine Saison vorher. Zwar ist inzwischen Gras darüber gewachsen, allerdings ist und bleibt die HG Zirndorf alles andere als eine Laufkundschaft.

Wenn der sehr motivierte TV Bad Windsheim aber seine vorhandenen Qualitäten einbringt und diesmal das Niveau und Konzentration über die gesamte Spielzeit aufrechterhält, wäre ein neuerlicher Erfolg bestimmt auch keine große Utopie. Zur Umsetzung steht TV-Trainer Franz Büttner wieder ein Team mit viel spielerischer Substanz zur Verfügung.

Aufstellung TV Bad Windsheim: Rück und Ott im Tor, Frank, T. Wild, S. Wild, Schneider, Hufnagel, Liebelt, Greiner-Schwed, Deeg, De Angelis, Lashley.