Abschlussschwäche war der Knackpunkt

Die Männermannschaft musste am vergangenen Samstag erneut auf eigenen Parkett eine Niederlage hinnehmen. Mit 32:24 entführte die HG Zirndorf verdient beide Punkte und lag in dieser Bezirksoberligapartie beim Gang in die Kabinen auch bereits mit 13:11 vorne.

Die Sechziger Offensive offenbarte einfach zu viele Abschlussschwächen, als teilweise das gegnerische Gehäuse gänzlich verfehlt wurde und zusätzlich blieben auch etliche  Hundertprozentige ungenutzt, wobei sich der Gästekeeper oft auch toll auszeichnete. Allerdings hatten TV-Torhüter Florian Ott und gegen Ende auch Daniel Rück ihre Hände im Spiel, doch ihre Vorderleute agierten zu fehlerhaft. Zusätzlich handelten sie sich auch wieder einige unnötige Zeitstrafen ein, was die HG auch gut zu nutzen wusste.

TV-Trainer Franz Büttner stand zwar ein Team mit spielerischen Qualitäten zur Verfügung, doch diese kamen, wie eigentlich erhofft, nicht so zur Geltung. Zwar musste Frank Greiner-Schwed wegen Oberschenkelprobleme während dieser Partie die Segel streichen, diese Niederlage hat sich das TV-Kollektiv aber selbst zu zuschreiben.

Hatte die HG vor dieser Begegnung scheinbar ihre Probleme im Offensivbereich, entpuppte sich diese Achillesferse beim Auftritt in der Kurstadt als sehr fokussiert, trug seine Angriffe sehr agil vor und schloss diese auch recht konsequent ab.

Nicht furios aber mit leichten Vorteilen startete der  TVW in diese Partie, aber es machten sich auch erste Unkonsequenzen im Abwehrbereich breit. In der 6. Minute lagen die Hausherren knapp mit 4:3 vorne, mussten recht schnell den Ausgleich hinnehmen, vertändelten ihren nächsten Angriff, was einen 5:4 Rückstand zur Folge hatte.

Zwar glichen die Gastgeber wieder aus, fanden aber in der Folgezeit nicht die richtigen Gegenmittel um zu verhindern, dass Zirndorf langsam das Kommando übernahm und sich gegen Mitte dieses Abschnittes auf 10:6 absetzten.

Mit zwei Treffern in Folge erreichte der TVW eine Ergebniskorrektur, allerdings waren dazu fünf Minuten nötig. Und da in dieser Zeit Zirndorf auch nicht viel zu Wege brachte, stellte der HG-Trainer in einer Auszeit sein Team neu ein, womit ein 12:8 erreicht wurde. Bad Windsheim ergriff dann endlich vermehrt die Initiative, verkürzte auf 12:10, Zirndorf legte zum 13:10 an, mit 13:11 wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Nach dem Wiederanpfiff zunächst der Anschlusstreffer zum 13:12, aber die Gäste fanden schnell zu ihrem Spiel und bauten ihre Führung  auf 15.12 aus. Auch wenn die Sechziger zwischendurch auf 15:14 verkürzten, stellten sie sich mit weiterhin fehlerhaften Angriffsbemühungen selbst ein Bein und lagen in der 40. Minute dann mit 19:15 hinten.

Doch in der Zeit danach Bad Windsheim hinten wie vorne wesentlich präsenter und schaffte den hoffnungsvollen 19:19 Ausgleich. Doch schnell bremsten sich die Kurstädter wieder selbst aus, als sich wieder Abschlussschwächen einschlichen, welche Zirndorf teilweise mit Kontern ausnutze und sich bis zur 50. Minute auf 23:19 absetzte.

Leider fand in der Folgezeit die negative Spielweise des TVW seine Fortsetzung, als die vorne vergeben Chancen hinten weiterhin gnadenlos bestraft wurden und die HG Zirndorf setzte sich bis zur 55. Minute vorentscheidend auf 27:20 ab um dann verdient mit 32:24 in der Kurstadt die Oberhand behielt.

Irgendwie scheint dem Aufsteiger das heimische Parkett nicht so zu behagen, denn vier von fünf Saisonniederlagen mussten hier hingenommen werden. Vielleicht ganz gut, dass wegen der närrischen Tage nun eine 2-wöchige Pause eintritt. In dieser Zeit können Wunden geleckt und kleinere Blessuren auskuriert werden um dann mit neuem Elan wieder durchzustarten. Und diese Gelegenheit steht dann auch in der Fremde an und zwar am Samstag, 11. März beim Mitaufsteiger TV Roßtal II.

Aufstellung TV Bad Windsheim:

Florian Ott und Daniel Rück im Tor; Stefan Wild (1), Thomas Wild (2), Marco De Angelis (1), Oliver Liebelt (1), Frank Greiner-Schwed (2/1), Florian Rühl (1), Christian Frank (2), Philipp Hufnagel (5), Andreas Schneider (7/1), Stephan Deeg (2) und Russel Lashley.